LPM # 021 – Hamburg – Leuchtturm Bunthausspitze Marathon am 18.11.2012 – Ergebnisbericht

Beim Leuchtturm Bunthausspitze Marathon am Sonntag, dem 18.11.2012, herrschte recht ungemütliches Herbstwetter: Temperaturen um 6-9 °C und fast durchgehend Sprühregen. Die Sicht war vor allem in den ersten Stunden ziemlich diesig, wobei es später ein wenig aufklarte. Letzteres fiel einem jedoch nur auf, wenn man Hamburgs kleinsten, 1914 in Dienst und im März 1977 außer Dienst gestellten Leuchtturm bestieg und einen Blick auf die Gabelung der Elbe in Norderelbe und Süderelbe wagte.

Am Start waren zunächst 15 Läufer/innen, darunter 14 von 17 Voranmeldern plus ein spontaner Tagesmelder. Ein weiterer Voranmelder, der den Treffpunkt zunächst nicht gefunden hatte, startete eine gute halbe Stunde später.

Start und Ziel waren vor dem Tideauen-Naturschutzzentrum an der Stackmeisterei Bunthaus. Zu laufen waren 26 Pendelstrecken vorbei an der Stackmeisterei über den Leitdamm zum Leuchtturm, um ihn herum (unten oder oben) und wieder zurück. Manfred Hopp sorgte am Verpflegungsstand für die Bereithaltung des Getränke- und Verpflegungsangebotes (verschiedene Weingummisorten, Salzstangen, zweierlei Schokolade, Schokoladenkuchen, Kekse, Zitronentee, Wasser, Cola-Mix mit und ohne Zucker, Kaffee) und die Rundenprotokollierung. Wie immer managte er dies fehlerfrei.

Vom Start an setzten sich Michael Kiene und Ole Sporleder an die Spitze. Beide bauten ihren gemeinsamen Vorsprung kontinuierlich aus und siegten am Ende in 3.47.41 h, womit sie als einzige an diesem Tag unter 4 Stunden blieben.

 

Nach dem Lauf gönnten sie sich – in warmen, trockenen Sachen – noch eine Zusatzrunde mit den Kameras, bei der sie auch den 6,95 Meter hohen, sechseckigen, hölzernen Leuchtturm bestiegen.

Diesen Spaß hatten sich die meisten anderen Läufer unterwegs, d. h. während des Marathonlaufs, gegönnt.

Hinter dem Führungsduo hatte sich das „Winterhuder Duo“ zusammengefunden, nämlich Joachim Neuhaus und Patrik Schmidt. Auch diese beiden absolvierten die volle Strecke gemeinsam, mussten jedoch gegen Ende doch noch Platz 3 räumen. Den sicherte sich nämlich Frauensiegerin Kirsten Stahlberg in 4.51.33 h, so dass die beiden Winterhuder in 4.56.54 h folglich beide Vierter wurden.

Kirsten hatten im Laufe des Marathons übrigens immer wieder „die Männer gewechselt“: So lief sie zwischendurch ein paar Runden mit Rainer Pufahl, aber gegen Ende auch mal eine mit Peter Wieneke.

Auf Rang 6 folgte dann Kirstens Mann, Hubertus Stahlberg, und zwar in 5.09.21 h. Hubertus schaute zwar – wie auch einige der anderen Läufer – immer wieder todernst, hatte aber dennoch viel Spaß, wie er selbst auch spontan versicherte…

Platz 7 wurde wieder einmal doppelt vergeben, und zwar an Claudia Erdmann und Ulrich Niehuß. Klar, dass auch diese beiden die ganze Distanz über beisammen blieben. Claudia musste zwar während der letzten Runden unverkennbar kämpfen, aber Uli zog sie immer wieder hinreißend mit. Für beide stand im Ziel eine 5.11.07 h auf der Uhr.

Rainer Pufahl, der seine ersten 5 Runden in der Schlussgruppe gelaufen war und sich dann gelöste hatte, zwischendurch auf – wie erwähnt – von Kirsten gezogen wurde, sicherte sich Rang 9 in 5.19.40 h.

Knapp elf Minuten nach ihm, in 5.30.26 h, finishte dann Cornelia Feurich als dritte Frau und mit Gesamtrang 10. Sie war die gesamte Strecke ganz für sich gelaufen.

Christine Schroeder hatte eine ähnliche Strategie wie Rainer gewählt: Auch sie war die ersten (allerdings elf) Runden in der Schlussgruppe gelaufen. Als dann jedoch Spätstarter Günter Heyer zur Gruppe aufgeschlossen hatte und Christian Hottas mit dem „Kaleu“ munter klönend in den Bummelmodus wechselten, beschleunigte sie kurz, setzte sich ab und nahm den Jungs knapp drei Runden ab. Für sie gab es in 5.58.37 h Gesamtrang 11 und Frauenrang 4.

Nach 11 kommt 12, in diesem Fall gleich wieder zweimal: Markus Korölus und Martin Traeder, die beiden jüngsten Teilnehmer dieses Laufes, gönnten sich einen entspannten gemeinsamen Lauf. Man könnte auch sagen: Beide belauerten sich von Start bis Ziel und teilten sich in einem „toten Rennen“ den Altersklassensieg und Rang 12, und zwar in 5.59.17 h. Allerdings beinhaltete dann dieses „Belauern“ auch zahlreiche Bummelphasen und Beinahe-„Stehversuche“, wie man sie eigentlich sonst nur vom Radsport her kennt…

Peter Wieneke, der sich in Runde 12 ebenso wie Christine aus der Schlussgruppe abgesetzt hatte, aber nicht ihr Tempo aufgenommen hatte, holte sich in 6.10.37 h folgerichtig Rang 14. Er umrundete dabei in seinen letzten drei Runden den Leuchtturm jeweils oben auf seiner Plattform.

Rang 15 gehörte dann Veranstalter Christian Hottas. Er hatte sich ab Runde 12 einen angenehmen Bummellauf mit Günter Heyer gegönnt und traf nach 6.44.28 h im Ziel ein. Während Manne Hopp nun in Ehren und mit Dank nach Hause entlassen worden war und der Kaleu noch seine letzten beiden Runden lief, baute Christian schon mal den Verpflegungsstand in Ruhe ab. Kurz bevor er damit fertig war, war auch Günter als 16. im Ziel.

Fazit: „Lost Places Marathon“ Nummer 21 führte seine Teilnehmer ausnahmslos zu einer Hamburger Sehenswürdigkeit, die niemand zuvor gekannt hatte. Lediglich Peter und Christian hatten die Strecke einige Wochen zuvor gemeinsam erkundet, nämlich Anfang September auf dem gemeinsamen Rückweg vom Gardelegener Stadtwallmarathon.

Da alle Teilnehmer auch nach ihrem Finish trotz des Sprühregens noch lange bei Manne am Verpflegungspunkt verweilten, lässt dies darauf schließen, dass es ihnen gefallen hat und sie sich wohl gefühlt haben. Ansonsten wären sie sicher rasch heimgefahren…

22.11.12 22:22

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