LPM # 020 – Hamburg – Güterbahnhof Lokstedt Marathon am 20.10.2012 – Veranstalterbericht

Der wohl einmalige Güterbahnhof Lokstedt Marathon – Nummer 20 der „Lost Places Marathons“ – am Samstag, dem 20.10.2012, war ganz eindeutig vom schönen Wetter geprägt. Wer hätte zuvor erwarten dürfen, in der zweiten Oktoberhälfte bei Temperaturen bis 22 °C laufen zu dürfen? Da traf es sich gut, dass die sechs Teilnehmer (nach dem doppelt zu laufenden kleinen Pendelstück zu Beginn) 35 Runden auf ihrer Agenda stehen hatten und somit oft genug am gut bestückten Verpflegungsstand vorbei kamen.

Vom Start weg setzte sich Ole Sporleder von seinen Mitläufern ab. In der ersten Runde achtete er – trotz der mit Pfeilen markierten Strecke – noch darauf, in Sicht- und Rufweite des Veranstalters zu bleiben. Danach drehte er ganz auf. In 3.56.57 h siegte er dann auch ungefährdet, d. h. mit einem Vorsprung von mehr als 50 Minuten.

Hinter ihm lief Peter Henke – diesmal ohne Unterstützung durch seine Tochter – in 4.48.29 h auf Platz 2. Er wirkte im Ziel ebenso zufrieden wie Eisenbahn-Freak Frank Berka, der – diesmal wieder im „edelbraunen“ Trikot der FC St. Pauli-Marathonabteilung – die Strecke und das Gelände des um 1985 stillgelegten Güterbahnhofs wohl am allermeisten genoss. Als dann auch noch – natürlich nur für ihn (!) – ein ICE direkt an der Laufstrecke stand, war Frank kaum noch zu bremsen.

Frank profitierte im übrigen davon, dass seine Partnerin Michéle als Tagesgast nur eine Handvoll Runden mitlief und ihn nicht – wie neulich in Tallinn – wieder einmal auf Marathon „versägte“. So wurde er in 5.17.01 h Gesamtdritter, gewann jedoch als einziger Teilnehmer nicht seine Altersklasse!

Das lag unter anderem auch daran, dass sich die beiden M55 – nämlich Christian Staden und Christian Hottas – vom Start bis zum Ziel nett und angeregt unterhielten und so in 5.56.57 h, also exakt zwei Stunden nach Ole, Rang 4 und ihren AK-Sieg teilten. Wobei Christian H. vor allem mit der Zeit sehr zufrieden war, hatte er doch erst am Vorabend in 5.31.50 h eine für seine derzeitigen Verhältnisse ziemlich schnelle Marathonzeit erlaufen und dementsprechend etwas müde Beine.

A propos Ole: Der kurvte nach seinem Sieg noch geraume Zeit per Fahrrad durchs Gelände und fotografierte Strecke und Mitläufer. Zwischendurch wurde schon gespottet, er fände den Ausgang aus dem Güterbahnhofsgelände nicht…

Blieb am Ende noch Cornelia Feurich: Sie hatte vernünftigerweise auf den Freitagsabend-Marathon an den Teichwiesen verzichtet, um hier nach mehreren (teils auch verletzungsbedingten) Marathonzeiten über sechs Stunden endlich wieder „sub 6“ zu laufen. Dies gelang ihr dank eines starken Schlussabschnitts auch: In 5.58.46 h belegte sie Rang 6 und holte ungefährdet den Frauensieg.

Fazit: Dieser sehr interessante Marathon dürfte wohl einmalig bleiben. Es sei denn, die Abriss- und Erschließungsarbeiten zögen sich 2013 unerwartet lange hin… Dann könnte eventuell im Frühjahr noch ein zweiter Lauf hier stattfinden.

PS: Frank Berkas Garmin wies übrigens eine Streckenlänge von 42,64 km aus…

22.10.12 00:57

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