LPM # 016 – Hamburg – 4. Marathon ums Elbwasserwerk Kaltehofe am 29.07.2012 – Veranstalterbericht

Der 4. Marathon ums ehemalige Elbwasser-Filtrierwerk Kaltehofe (2. Sommer-Edition) über 13 Runden = 44,272 km am Sonntag, dem 29.07.2012, empfing seine Teilnehmer zunächst mit sehr unfreundlichem Wetter: Bei nur 16 °C regnete es „munter“ vor sich hin. Da stellte sich die Frage, ob Ole Sporleder und Peter Wieneke, die beide vorangemeldet, aber nicht anwesend waren, vielleicht des Wetters wegen gepasst hatten. Nun – Ole hatte verschlafen oder sich sonst wie verspätet und starteten einfach 1.19.00 h nach dem Feld, und Peter Wieneke war noch gar nicht zurück aus Schweden.

Mit Rolf Graubner, dem Sieger der diesjährigen Winter-Edition am 19.02.2012, gab es dafür einen Tagesnachmelder, so dass zunächst 12 Läufer/innen starteten, mit Spätstarter Ole also insgesamt 13. Rund ein Drittel von ihnen war nie zuvor hier auf dieser Hamburger Insel gewesen!

Das erste Rundenviertel auf Naturwegen bis hin zur asphaltierten Deichverteidigungsstraße, das sich im letzten Sommer völlig zugewachsen präsentiert hatte, war diesmal freundlicherweise von der Hamburg Port Authority (HPA) als Eigentümer der Insel Kaltehofe rechtzeitig gemäht worden und daher diesmal viel besser belaufbar.

Das Feld zog sich nur langsam auseinander, die meisten Teilnehmer begannen offenbar verhalten. Beim ersten Überrunden des Veranstalters führte René Wallesch das Feld an, gefolgt von Wolfgang Kieselbach sowie dem Trio Kirsten Stahlberg / Rolf Graubner und Stefan Witt.

Im Mittelfeld bildeten Christian Fehling und Markus Korölus lange Zeit ein Duo, während alle anderen als Solisten auf den 13 Runden unterwegs waren.

Rainer Pufahl blieb beim Überrunden für eine Runde zum Klönen bei mir, um sich die aktuellsten Erlebnisse des 1. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultramarathons von Lübeck nach Lauenburg/Elbe am Vortag von mir berichten zu lassen, zog dann langsam wieder log.

Hubertus Stahlberg begleitete mich in meiner 7., seiner 8. Runde, wobei wir teilweise Erfahrungen als Kollegen (wir sind beide niedergelassene Allgemeinmediziner) austauschten, teils über Bücher und übers Laufen klönten. Er löste sich danach zwar langsam, aber stetig.

Umgekehrt hatte Markus inzwischen Christian F. ziehen lassen müssen und schlich immer so vor mir her, dass ich die Lücke fast zulaufen konnte, ehe er sie wieder massiv aufzog.

Währenddessen hatte Ole Sporleder das Rennen aufgenommen, lief natürlich nun von allen Teilnehmern die höchste Geschwindigkeit, hatte aber dennoch kaum Chancen, als Erste im Ziel zu sein.

Kirsten hatte nämlich inzwischen „ihre beiden Männer“ verschlissen und lief locker und entspannt an der Spitze des Feldes ihrem ersten Gesamtsieg entgegen. In 4.20.42 h verbesserte sie dabei den bislang von Claudia Erdmann (4.55.55 h) gehaltenen Frauen-Streckenrekord auf Kaltehofe deutlich. Sie lief übrigens hier erst ihren fünften Marathon/Ultra, nämlich nach Hamburg 2008 & 2011 ihren dritten im Juli bzw. bei FEM (Billerhuder Insel, Teichwiesen und jetzt Kaltehofe). Ganz offenbar hat sie inzwischen viel Spaß an diesem entspannteren, aber häufigeren Marathonlaufen gefunden.

Hinter Kirsten belegte Rolf in 4.28.19 h Platz 2, dicht gefolgt von Wolfgang Kieselbach, der hier auf der Insel früher immer seine Mittagspausen laufend verbrachte und jetzt seinen „Heimvorteil“ in 4.30.19 h zu Rang 3 nutzte. FEM-Rookie Stefan Witt hatte mit seiner Zeit von 4.35.56 h als Tagesvierter noch einigermaßen Kontakt zu den Podiumsplätzen, René als Fünfter in 4.47.11 h eher nicht mehr.

Christian Fehling sicherte sich als Sechster in 4.57.31 h gerade noch ein Ergebnis unter der 5-Stunden-Marke, die Ole Sporleder mit seiner Bruttozeit von 5.00.29 h knapp verpasste. Allerdings demonstrierte Ole dafür mit seiner Netto-Zeit von 3.41.29 h, dass er bei pünktlichem Start seinen Sommersieg vom Vorjahr an gleicher Stätte schon hätte verteidigen können.

Knapp über 5 Stunden war auch Kirstens Mann Hubertus im Ziel. Für ihn stand eine 5.01.39 h auf der Uhr, die zu Platz 8 reichte.

Cornelia Feurich fing in 5.31.27 h immerhin noch Markus Korölus ab. Markus begnügte sich mit einer 5.36.17 h und Platz 10, und auch Rainer Pufahl blieb als Elfter in 5.57.37 h noch unter der 6-Stunden-Marke.

Platz 12 gehörte dann in 6.07.43 h Hans-Joachim Meyer, während sich Christian Hottas, der bereits am Freitagabend einen Teichwiesen-Marathon und am Samstag dann die 67 km beim 1. Elbe-Lübeck-Kanal-Ultra von Lübeck nach Lauenburg/Elbe in den Beinen hatte, damit begnügte, zwei ziemlich gleiche Hälften zu laufen und bei seiner 6.51.20 h rund 80 Fotos zu schießen.

Das Wetter hatte sich übrigens zwischenzeitlich ziemlich verändert: Wer sich genügend Zeit gelassen hatte, konnte seine letzten Runden bei Sonnenschein und 24 °C genießen!

(cho)

3.8.12 23:39

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