'Startschuss für Abriss der alten Störbrücke' - Schenefelder Tageblatt vom 10.11.2011

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Ausbau der A23

Startschuss für Abriss der alten Störbrücke

10. November 2011 | 17:35 Uhr | von dpa

Der Ausbau der A23 bei Itzehoe kommt voran. 44 Jahre nach der Einweihung der Brücke über die Stör gab Verkehrsminister de Jager den Startschuss für den Abriss des maroden Bauwerks.

"Damit schaffen wir Platz und die Voraussetzung für den Neubau einer zweiten Brücke - der Zwillingsschwester der im Juni letzten Jahres eingeweihten Brücke", sagte de Jager.

Die Abrissarbeiten sind Teil eines rund 140 Millionen Euro teuren Bauprojekts der Autobahn 23. Die 1200 Meter lange Brücke war zwischen 1965 und 1967 im Zuge der Ortsumgehung für umgerechnet 7,5 Millionen Euro gebaut worden. Jetzt sind die im Innern gespannten Stahlseile der Brücke verrostet. Wegen statischer und konstruktiver Mängel war eine Sanierung nicht machbar. An nahezu gleicher Stelle werde anschließend eine neue Brücke errichtet, sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Harald Haase, in Kiel.

"Der Autoverkehr über die neue Störbrücke rollt ungehindert weiter"

Die Vorbereitungen für den Abbruch der Brücke begannen bereits im Oktober, sagte Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV). "Weil wir eine Sprengung der Brücke aus Sicherheitsgründen verworfen haben, werden wir die alte Brücke mit Baggern und modernster Hydraulik-Technik abreißen und den Schutt mit Schuten und Pontons über die Stör abtransportieren." Dafür müsse die Stör bis Dezember für den Schiffsverkehr gesperrt werden. "Der Autoverkehr über die neue Störbrücke hingegen rollt ungehindert weiter."

Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2015 vorgesehen. "Dann wird endlich nicht nur unsere Westküste verkehrsgerecht angebunden sein, sondern für tausende von Autofahrern hat eine langwierige Geduldsprobe endlich ein Ende", sagte Minister de Jager.

Rund 140 Millionen Euro werden investiert

Anfang März 2006 war mit dem der Ausbau der A23/B5 bei Itzehoe begonnen worden. Hier klafft bis heute eine rund sechs Kilometer lange Lücke in der Autobahn zwischen Hamburg und Heide, die bislang mittels der Bundesstraße B5 überbrückt wird. Der Ausbau der dreistreifigen B 5 zu einer Autobahn mit insgesamt vier Fahrspuren hat eine große Bedeutung für die gesamte schleswig-holsteinische Westküste.

Rund 140 Millionen Euro werden insgesamt in die Beseitigung dieses stauanfälligen Engpasses investiert. Der Bau der neuen Störquerung gliedert sich in drei Bauphasen. Zunächst wurde neben der bisherigen Überführung eine neue, 15 Meter breite Brücke gebaut: Das ist die spätere Richtungsfahrbahn Heide. Sie dient zurzeit in der zweiten Phase als "Ersatzbrücke", damit die marode alte Störbrücke abgerissen werden kann. In der dritten und letzten Bauphase wird eine zweite, ebenfalls 15 Meter breite Brücke als künftige Richtungsfahrbahn Hamburg errichtet. 2015 sollen dann beide Brücken dem Verkehr zur Verfügung stehen.

10.11.11 19:24

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