Lost Places Marathons – Projektübersicht [Update 74]
Nachfolgend biete ich eine Übersicht über die bereits veranstalteten und die schon ausgeschriebenen bzw. noch geplanten LPM-Projekte:
LPM # 001 – 18.04.2010 – Hamburg: Altenwerder Marathon – Pendelstück als Auftakt + 27 Runden um die Reste von Altenwerder (Kirche, Friedhof und Geländestreifen mit Obstbäumen) – 6->17 °C, Sonne – 9 Anmeldungen – 7 Finisher (6 M + 1 W) – 2 DNS – Sieger: Johannes Haßlinger, Nienburg/Hamburg, 2.56.46 h (CR); Christine Schroeder, Hamburg, 5.25.37 h (CR)

LPM # 002 – 22.08.2010 – Großhansdorf: Bahnhof Beimoor Marathon – Wendepunktstrecke, 51mal H/R auf den Resten des Bahnsteigs und Bahndamms dieses nie in Betrieb gegangenen Hochbahn-Bahnhofs – 23 °C, Sonne – 11 Anmeldungen – 8 Finisher (6 M + 2 W) – 3 DNS – Sieger: Sven Peemöller, Bad Oldesloe 3.50.00 h (CR); Christine Schroeder, Hamburg, 5.48.37 h (CR)

LPM # 003 – 10.10.2010 – Klein-Dannewerk: Danewerk / Danevirke Marathon – 4 Runden entlang des Hauptwalles (mit Waldemarsmauer), Kograbens und Ochsenwegs, dabei jeweils am Rundenbeginn ein Pendelstück zur Thyraburg und zurück – 7-15 °C, Sonne – 9 Anmeldungen – 9 Finisher (7 M + 2 W / 1 DEN + 8 GER) – Sieger: Matthias Hjorthuus, Schleswig, 3.49.42 h (CR); Rosemarie von Kocemba, Kiel/Erlangen, 5.29.08 h (CR)

LPM # 004 – 24.10.2010 – Wesel: Marathon auf der alten Rheinbrücke von 1953 (B58) – Pendelstrecke, 44mal H/R auf der Strombrücke, die nach Inbetriebnahme der neuen Brücke von 2009 nun ausgedient hat – 7-12 °C, Westwind, wechselhaft mit überwiegend Sonne und einem 10-Minuten-Schauer – 34 Anmeldungen – 34 Finisher (31 M + 3 W) – Sieger: Werner Kamps, Hamminkeln, 3.03.07 h (ewiger CR); Marion Fladda, Dortmund, 4.34.32 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke ab Herbst 2011 abgerissen wird!!!

LPM # 005 – 05.02.2011 – Itzehoe: Marathon auf der alten Störbrücke von 1967 (B5) – Pendelstrecke, 20mal H/R auf der alten Störbrücke, die danach einem Brückenneubau für die A23 weichen muss – 9 °C, fast durchgehend Nieselregen, Starkwind bzw. Orkan um Windstärke 9-10, in Böen bis 11 – 31 Anmeldungen – 22 Finisher (18 M + 4 W / 3 DEN + 19 GER) – 8 DNS – 1 DNF – Sieger: Thorsten Stohldreier, Marsberg/Hamburg, 3.22.05 h (ewiger CR); Janne Andersen, Kolding (DEN), 4.09.22 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke ab Herbst 2011 abgerissen wird!!!

LPM # 006 – 18.02.2011 – Hamburger Hallig: Winter-Ultra- marathon zur Hamburger Hallig – Pendelstrecke zur ehemals bewohnten Hallig, 7,7 km pro Runde, somit bei 6 x H/R = 46,2 km, also ein kurzer Ultramarathon – Start bei Sonnenuntergang, allerdings wegen geschlossener Wolkendecke leider kein Vollmond, sicherheitshalber bei Niedrigtiede – +2 bis -2 °C, Südostwind, vereinzelt kleinere Schneeabschnitte – 12 Anmeldungen – 9 Finisher (7 M + 2 W) – 3 DNS – 0 DNF – Sieger: Jürgen Clausen, Boren, 4.34.01 h (CR); Christine Schroeder, Hamburg, 7.00.51 h (CR)

LPM # 007 – 20.02.2011 – Hamburg: Marathon ums Elb- wasser-Filtrierwerk Kaltehofe (1893-1990) – Rundstrecke von 3,404 km Länge, 13 Runden = 44,272 km, also ein kurzer Ultramarathon – um 0 °C, Sonne – 13 Anmeldungen – 13 Finisher (9 M + 4 W) – Sieger: Sven Peemöller, Bad Oldesloe 3.55.38 h (CR); Claudia Erdmann, Kaltenkirchen, 4.55.55 h (CR)

LPM # 008 – 17.04.2011 – Hamburg: 2. Altenwerder Marathon – Pendelstück als Auftakt + 27 Runden um die Reste von Altenwerder (Kirche, Friedhof und Geländestreifen mit Obstbäumen) – 8->20 °C, Sonne – 10 Anmeldungen – 8 Finisher (6 M + 2 W) – 1 DNS – 1 DNF – Sieger: Karsten Dierks & Ralph Benz, beide Heide, 3.49.02 h; Anke Rohwer, Ostrohe, 3.49.02 h (neuer CR) – siehe http://www2.your-sports.com/details/index.php?page=1&eventid=5417&lang=de bzw. LPM # 001

LPM # 009 – 07.05.2011 – Hamburg: Baakenhafen / HafenCity Marathon – Pendelstrecke entlang der Nordseite des ehemaligen Baakenhafen auf der Hamburger Hafeninsel Baakenwerder (somit auch Insel-Marathon!), 3,275 km pro Runde, somit 13 Runden = 42,575 km, östlicher Streckenteil auf dem Fuß-/Radweg (Verbundpflaster) der Versmannstraße bis zum Ostende des Baakenhafens, westlicher Streckenteil über eine öffentliche zugängliche unbefestigte Baustraße zwischen Versmannkai und U4-Baustelle bis zum Magdeburger Hafen – Sonne pur, 25 °C (im nicht vorhandenen Schatten), in der Sonne >30 °C – 9 Anmeldungen – 8 Finisher (6 M + 2 W) – 0 DNS – 1 DNF – Sieger: Ralf Vollmer, Buxtehude, 3.24.57 h (CR); Rosemarie von Kocemba, Kiel / Erlangen, 5.47.40 h (CR) – siehe http://www2.your-sports.com/details/index.php?eventid=6983&lang=de

LPM # [010] – 19.06.2011 – Hamburg: Spreehafeninsel Marathon – 26 Runden durch die Brandenburger Straße und über Platten- und Schifferwege um die Spundwand (Hochwasserschutzwand) des Hafenbahn-Betriebshofes herum – ACHTUNG: Dieser Lauf musste kurzfristig abgesagt werden! Siehe eigener Beitrag dazu!

LPM # 010 – 13.08.2011 – Hamburg: 2. Marathon ums Elbwasser-Filtrierwerk Kaltehofe (1893-1990) – Rundstrecke von 3,404 km Länge, 13 Runden = 44,272 km, also ein kurzer Ultramarathon – anfangs Niesel, 16 °C, später Sonne, 25 °C – 25 Anmeldungen – 21 Finisher (19 M + 2 W) – 2 DNS – 2 DNF – Sieger: Sven Peemöller, Bad Oldesloe 3.24.30 h (neuer CR); Rosemarie von Kocemba, Kiel, 5.38.18 h – siehe http://www2.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=7765&lang=de

LPM # 011 – 03.10.2011 – Klein-Dannewerk: 2. Danewerk / Danevirke Marathon – 4 Runden entlang des Hauptwalles (mit Waldemarsmauer), Kograbens und Ochsenwegs, dabei jeweils am Rundenbeginn ein Pendelstück zur Thyraburg und zurück – 22 °C, teils sonnig, teils bedeckt – 11 Anmeldungen – 10 Finisher (9 M + 1 W) – 0 DNS – 1 DNF – Sieger: Oliver Brott, Schleswig, 3.43.20 h (neuer CR); Rita Brämer, Itzehoe, 6.30.37 h – siehe http://www2.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=8057&lang=de

LPM # 012 – 13.11.2011 – Hamburg-Wohldorf: Kleinbahn Wohldorf - Ohlstedt Marathon – Pendelstrecke auf der am 09.05.1907 eingeweihten und am 29.01.1961, also vor gut 50 Jahren, stillgelegten ehemaligen Bahntrasse durch den Wohldorfer Wald (alle übrigen [teilweise bereits am 29.09.1904 eröffneten] Streckenabschnitte der "Elektrischen Kleinbahn Alt-Rahlstedt - Volksdorf - Wohldorf" waren bereits 1925 für den Personen- und 1934 für den Güterverkehr außer Dienst gestellt worden), 2640 m pro Runde, damit bei 16 Runden 42,240 km – 0-7 °C, Herbstsonne, teilweise Raureif und viel Laub auf den Wegen – 18 Anmeldungen – 15 Finisher (13 M + 2 W) – 3 DNS – 0 DNF – Sieger: Volker Schmitz, Elmshorn, 2.59.30 h (CR); Erika Köhn, Tangstedt, 5.14.18 h (CR) – siehe http://www2.your-sports.com/details/index.php?eventid=8677&lang=de

LPM # 013 – 19.02.2012 – Hamburg: 3. Marathon ums Elbwasser-Filtrierwerk Kaltehofe (1893-1990) – Rundstrecke von 3,404 km Länge, 13 Runden = 44,272 km, also ein kurzer Ultramarathon – Ausschreibung auf diesem Blog, Anmeldung über http://my1.raceresult.com/details/index.php?eventid=9380&lang=de
LPM # 014 – 22.09.2012 – Klein-Dannewerk: 3. Danewerk / Danevirke Marathon – 4 Runden entlang des Hauptwalles (mit Waldemarsmauer), Kograbens und Ochsenwegs, dabei jeweils am Rundenbeginn ein Pendelstück zur Thyraburg und zurück – Ausschreibung und Online-Anmeldungen in Kürze
Weitere Planungen:
LPM # 0?? – Termin offen – Lüneburg: Marathon im ehemaligen unterirdischen Hilfskrankenhaus – Hier hat der Landkreis (Abteilung Gebäudemanagement) zunächst eine Absage erteilt, weil das Objekt eine Nachnutzung als gemeinsames Lager der Lüneburger Museen gefunden hat. Aktuell liegt meine Anfrage daher beim Kulturamt der Stadt Lüneburg, das dieses Lager verwaltet...
LPM # 0?? – Termin offen – Hamburg-Jenfeld: Marathon in der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne – Hier befinde ich mich noch in der Sichtungsphase...
LPM # 0?? – Termin offen – Bad Segeberg: Marathon in der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne (jetzt: Levo-Park) – Hier liegt meine Anfrage beim privaten Investor, der Levo-Park GmbH...
LPM # 0?? – Termin offen – Oldenburg in Holstein: Oldenburger Wall Marathon – 42mal H/R zu laufende Wendepunktstrecke auf der Wallkrone des alten, bis zu 18 Meter hohen Ringwalles von Starigard (Königsburg der Wagrier und seinerzeit einer der bedeutendsten Handelsplätze für den Ostseehandel), kaum Höhenmeter; noch in Vorbereitung; Achtung: Hier wird es in Zusammenarbeitung mit dem Oldenburger Wallmuseum während des Laufes ein Familienprogramm geben!
PS: Einige dieser LPM-Veranstaltungen gehören gleichzeitig auch zu meinen anderen Themen-Serien und werden deshalb auch auf deren Webblogs geführt.
Wesel – Abriss der Rheinbrücke von 1953 – Fotogalerie vom 08.01.2012
Auf der Heimreise vom 10. LLG Honigkuchen Marathon in Kevelaer am 08.01.2012 machten wir einen kleinen Umweg über Wesel, um uns den aktuellen Stand der Abrissarbeiten der Rheinbrücke von 1953 anzuschauen und ein paar Fotos zu machen.
Auf der alten Rheinbrücke waren wir am 24.10.2010 unseren 4. „Lost Places Marathon“ gelaufen.
Hier ist der (öffentliche) Link zur Fotogalerie:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.351022441577660.92425.100000097220437&type=1&l=f670825333
Neues ausgefallenes LPM-Projekt in Sichtweite!
In den Monaten Juni/Juli 2012 wird höchstwahrscheinlich ein weiteres, sehr ausgefallenes LPM-Projekt Realität werden, nämlich ein unterirdischer Marathon in Blankenburg!
Und zwar handelt es sich um ein Objekt, das während der letzten Kriegsjahre unter dem Decknamen "Apatit" begonnen wurde. Damals sollten riesige unterirdische und somit bombensichere Produktionsflächen für kriegswichtige Produktionen (V2-Raketen, Junkers, BMW) geschaffen werden. Die wurden jedoch bis Kriegsende nie fertig gestellt.
Nachdem die russischen Besatzer die Eingänge zu diesem Objekt gesprengt hatte, schaffte die NVA der DDR in den späten 1970er Jahren, d. h. auf dem Höhepunkt des "kalten Krieges" neue Zugänge und etablierte dort das "Komplexlager 2" (KL-2), eines von vier hochgeheimen Waffen- und Munitions- sowie Ausrüstungsdepots, deren Existenz selbst den Bezirkskommandeuren der NVA nicht bekannt war.
Nach der Wiedervereinigung ist das Objekt nun in der Hand der Bundeswehr, die dort ein riesiges Sanitäts- und Instandsetzungsdepot mit Apothekenstatus eingerichtet hat. Von hier aus werden sämtliche Bundeswehreinheiten im Ausland mit Medikamenten, Hilfsmitteln, OPs, Feldlazaretten etc. ausgerüstet und versorgt.
Inzwischen erhielt ich auf meine Anfrage hin einen sehr netten Anruf des kommandierenden Oberfeldapothekers (= Oberstleutnant). OFApo Hartmut Berge zeigte sich sehr aufgeschlossen und interessiert daran, diesen Lauf zustande kommen zu lassen.
Genaueres werden wir am Freitag, dem 27.04.2012, vor Ort persönlich besprechen.
Nur soviel vorab: Der Lauf wird wochentags stattfinden, und zwar auf einer 800- bis 1000-Meter-Runde. Die Einfahrt in den Berg erfolgt dabei übrigens horizontal.
LPM # 013 – Hamburg – 3. Marathon ums Elbwasserwerk Kaltehofe am 19.02.2012 – Ausschreibung
Rund ein Jahr nach dem 1. Marathon ums ehemalige Elbwasser-Filtrierwerk auf der Hamburger Elbinsel Kaltehofe, der im Februar bei sehr winterlichen Bedingungen gelaufen wurde, wird es am 19.02.2012 bereits die 3. Ausgabe dieses "Lost Places Marathon" / "Hamburg Special Marathon" / FEM-Insel-Marathon geben. Inzwischen hat sich das Areal "dank" intensiver Bauarbeiten sehr verändert...
Start/Ziel: Hamburg, Elbinsel Kaltehofe, Parkplatz an der Straßenschranke Kaltehofe Hinterdeich (Zufahrt über Sperrwerk Billwerder Bucht)
Termin: Sonntag, 19.02.2012, 10.00 Uhr
Strecke: Landschaftlich sehr schöne Laufstrecke, völlig flach, auf Asphalt, im Gegenuhrzeigersinn rund um das von 1893 bis 1990 betriebene Elbwasser-Filtrierwerk Kaltehofe über die Straßen Kaltehofe Hauptdeich (für Kraftfahrzeuge gesperrt) und Kaltehofe Hinterdeich (Anliegerverkehr)
Rundenlänge: 3,404 km (exakt vermessen!), 13 Runden = 44,272 km, also ein kurzer Ultramarathon
Anfahrt: über Sperrwerk Billwerder Bucht
Veranstalter: Fun & Erlebnis Marathons, Christian Hottas, 22393 Hamburg
Startgeld: EUR 10,00 pro Marathon, zahlbar nach Online-Anmeldung auf das Konto Christian Hottas, Nr. 0107327889 bei der Ärzte- und Apothekerbank, BLZ 300 606 01. Erst nach Startgeldeingang ist der Meldevorgang abgeschlossen und der Startplatz sicher.
Teilnehmerlimit: maximal 36 Teilnehmer/innen
Meldeschluss: Sonntag, der 12.02.2012, 24.00 Uhr oder bei Erreichen des Teilnehmerlimits, Nachmeldungen sind (soweit das Teilnehmerlimit nicht erreicht ist) ohne Aufpreis möglich, allerdings besteht kein Anspruch auf Medaille mehr. In den letzten beiden Tagen vor dem Lauf (16.-18.02.2012) wird eine Nachmeldegebühr von 5,00 Euro erhoben. Meldet euch also bitte rechtzeitig an!
Anmeldungen: ausschließlich über http://my1.raceresult.com/details/index.php?eventid=9380&lang=de
Verpflegung: Wasser, Zitronen- oder Apfeltee, Cola, Kuchen, Weingummi, Rosinen, Salzstangen etc. (Änderungen vorbehalten)
Auszeichnungen: Urkunden und Ergebnislisten werden als pdf-Files über die o. a. Anmeldeplattform bereitgestellt, Medaillen (nur bei fristgerechter Voranmeldung bis 12.02.2012)
Zeitlimit: 6.00 Stunden plus Toleranz
Haftung: Der Veranstalter übernimmt für Unfälle und Verletzungen aller Art sowie Diebstahl oder sonstige Schäden keine Haftung.
Umkleidemöglichkeiten, Toiletten sowie Duschen sind vor Ort leider nicht verfügbar!
Aktuelle LPM-Projekte in Sondierung (Stand: 29.12.2011)
In den letzten Wochen hatte ich wieder diverse neue LPM-Projektideen entdeckt.
Nicht realisieren lassen sie folgende Projekte:
- Marathon im ehemaligen unterirdischen Hilfskrankenhaus in Wedel: In diesem größten unterirdischen Hilfskrankenhaus aus der Zeit des "Kalten Kriegs" ist wegen fehlender Beleuchtung und Belüftung sowie massivem Schimmelpilzbefall ein Marathon leider nicht möglich bzw. gesundheitlich nicht vertretbar.
- Marathon im ehemaligen unterirdischen Hilfskrankenhaus in Oldesburg: Hier bestehen massive Sicherheitsprobleme, weshalb die Stadt keine Genehmigung erteilt hat.
Noch in der Sondierungsphase befinden sich:
- Marathon im ehemaligen unterirdischen Hilfskrankenhaus in Lüneburg: Hier hat der Landkreis (Abteilung Gebäudemanagement) zunächst eine Absage erteilt, weil das Objekt eine Nachnutzung als gemeinsames Lager der Lüneburger Museen gefunden hat. Aktuell liegt meine Anfrage daher beim Kulturamt der Stadt Lüneburg, das dieses Lager verwaltet...
- Marathon in der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld: Hier befinde ich mich noch in der Sichtungsphase...
- Marathon in der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne (jetzt: Levo-Park) in Bad Segeberg: Hier liegt meine Anfrage beim privaten Investor, der Levo-Park GmbH...
'Abrissarbeiten hoch über der Stör' - shz.de vom 02.12.2011
URL: http://www.shz.de/index.php?id=160&tx_ttnews[tt_news]=2258105&no_cache=1
shz.de (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)
Bau der A 23
Abrissarbeiten hoch über der Stör
02. Dezember 2011 | 04:50 Uhr | Von Lars Peter Ehrich
Alte Brücke im Zuge der Autobahn 23 verschwindet - sie macht Platz für den zweiten Brücken-Neubau
Itzehoe. Noch wenige Schritte, dann geht es 20 Meter in die Tiefe. Dort fließt die Stör, auf ihr schwimmt ein Ponton, der die Trümmer auffängt: Der Abriss der alten Störbrücke hat nun auch sichtbar begonnen. Seit gestern klafft das erste Loch in dem gut 40 Jahre alten Bauwerk.
Vor drei Wochen hatte Verkehrsminister Jost de Jager den offiziellen Startschuss für die nächste Etappe des Projekts gegeben, mit dem bis zum Sommer 2015 die Lücke in der Autobahn 23 geschlossen wird. Die Vorbereitungen für den Abbruch der Brücke liefen seit Oktober mit dem "Leichtern" der Strombrücke über der Stör: Asphalt wurde abgefräst, Planken, Geländer und die Kappen, die die Geländer tragen, wurden entfernt. Dasselbe widerfuhr den "Krag armen", den Verbreiterungen der Fahrbahnplatte nach links und rechts. Auch Hilfsstützen wurden errichtet.
Denn die Statik spielt eine entscheidende Rolle bei dem Vorhaben. Die Brücke wird in umgekehrter Reihenfolge des Baus abgerissen, deshalb lag der Startpunkt in der Mitte über der Stör. Dort wurde das Bauwerk mit einer Seilsäge durchtrennt, und dies dauerte von Ende vergangener Woche bis Mittwoch abend. "Das muss kontrolliert und sukzessive erfolgen", erläutert Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV). Aus statischer Sicht sei dieser Schritt anspruchsvoll, Stahlbeton dürfe nicht schlagartig durchtrennt werden. Teils seien die Teile doch auseinander geschnellt, schildert Matthias Meyer, Ingenieur beim LBV. Die Erschütterung in der Brücke sei deutlich zu spüren gewesen.
Jeder Schritt wurde von einem Statiker der beauftragten Firma und einem Prüfstatiker des LBV begleitet. Sie beobachteten, ob die vorausberechneten Zustände auch eintraten. Denn je mehr die Brücke durchtrennt werde, desto mehr biege sie sich durch, so Schacht. Am Ende machte sie sich mit einer Verformung von 15 Zentimetern besser als erwartet.
Noch in der Nacht zu gestern begann der eigentliche Abbruch. Ein Bagger steht sechs Meter entfernt von der Kante und "knabbert" das Loch nach und nach in Vier-Meter-Abschnitten größer, der Schutt fällt in eine Schute auf der Stör. Wenn ein bestimmter Punkt erreicht ist, wird das Gelenk entfernt, das die Strom- mit der Vorlandbrücke verbindet. Dann gehen die Arbeiten so weiter, dass das verbliebene Teil immer im Gleichgewicht ist, danach ist die andere Seite der Strombrücke an der Reihe. Teilweise ist die Stör dafür gesperrt.
Anschließend werden die Vorlandbrücken-Nord und -Süd abgerissen. Insgesamt geht es um 46 000 Tonnen Beton oder rund 1900 Lkw-Ladungen. Dazu gehören auch die Pfeiler, die bis in eine Tiefe von etwa 2,50 Metern entfernt werden. Die Tiefgründung bleibt, kann aber für die neue Brücke nicht wieder verwendet werden: Die Last ist höher, die Stützweite passt nicht.
Im kommenden Juli soll die Stör brücke verschwunden sein. Parallel zum Abriss soll der Neubau auf der Nordseite bereits im Frühjahr beginnen.
'Jetzt wird abgerissen' - Ihr Anzeiger (Itzehoe) vom 02.12.2011
URL: http://www.ihranzeiger.de/lokales/lokale-redaktion/news-anzeigen/artikel/jetzt-wird-abgerissen.html
Ihr Anzeiger (Itzehoe) vom 02.12.2011

Mit den Abrissarbeiten an der alten Störbrücke wurde nun begonnen. Foto: Schulz
Jetzt wird abgerissen
Ausbau der A 23 zwischen Itzehoe Nord und Itzehoe Süd geht weiter
ITZEHOE (us) – Knapp anderthalb Jahre nach Einweihung der neuen Störbrücke bei Itzehoe, über die der A-23-Verkehr derzeit in zwei Richtungen geführt wird, wurden nun die Weichen zur endgültigen Beseitigung des Nadelöhrs gestellt. Verkehrsminister Jost de Jager gab am Donnerstag den offiziellen Startschuss für die Abrissarbeiten an der 45 Jahre alten ehemaligen Störbrücke. »Damit schaffen wir Platz und die Voraussetzung für den Neubau einer zweiten Brücke – der Zwillingsschwester der im Juni letzten Jahres eingeweihten Brücke«, sagte de Jager. Die Fertigstellung des rund 140 Millionen Euro teuren Gesamtprojekts ist für 2015 vorgesehen. »Dann wird endlich nicht nur unsere Westküste verkehrsgerecht angebunden sein, sondern für tausende von Autofahrern hat eine langwierige Geduldsprobe endlich ein Ende«, so der Minister. Laut Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), ist mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch wie beispielsweise dem so genannten Leichtern der alten Brücke oder dem Bau von Hilfsstützen bereits im Oktober begonnen worden. »Weil wir eine Sprengung der Brücke aus Sicherheitsgründen verworfen haben, werden wir die alte Brücke mit Baggern und modernster Hydraulik-Technik abreißen und den Schutt mit Schuten und Pontons über die Stör abtransportieren.« Der Abbruch des Brückenmittelteils erfordere eine Sperrung des Schiffsverkehrs auf der Stör bis Ende November sowie eine zweiwöchige Sperrung im Dezember. Der Autoverkehr über die neue Störbrücke hingegen rollt ungehindert weiter.Das Gesamtvolumen für den Abriss der alten Störbrücke und den Neubau der 2. Störbrücke umfasst rund 39 Millionen Euro.
Abgerissen wurde am letzten Wochenende auch die alte Brücke über den Kamper Weg. Auch dort wird eine zweite neue gebaut.